3D-Sanddruck

Diese Technologie ermöglicht die schnelle und kostengünstige Fertigung von Formen und Kernen, direkt auf Basis von CAD-Datensätzen. Hierbei werden Sandformen und Sandkerne mit komplexen Geometrien und Hinterschneidungen über einen generativen Aufbau im sogenannten Binder-Jetting Verfahren hergestellt. Über eine spezielle Verteilungseinheit (Recoater) wird eine ca. 0,3 mm dicke Sandschicht zyklisch auf dem Druckbett aufgetragen. Im Anschluss trägt der Druckkopf selektiv Bindermittel auf das Sandbett auf um Sandpartikel gezielt an den gewünschten Positionen miteinander zu verbinden. Der Auftrag der Sandschicht und Binderschicht wird bis zur Fertigstellung des Bauteils wiederholt. Das so entstehende Teil wird durch den losen Sand in der Jobbox gestützt, sodass keine zusätzlichen Stützstrukturen, die nachher entfernt werden müssten, erforderlich sind. Das Binder-Jetting-Verfahren hat im Vergleich zu anderen additiven Herstellungsverfahren eine sehr hohe Baurate. Die gedruckten Sandformen bzw. Sandkerne können unmittelbar für den Abguss mit flüssiger Metallschmelze verwendet werden und ermöglichen die Umsetzung von neuartigen Konzepten, wie medienführenden Kanälen oder funktionellen Struktureinheiten.

VERSUCHSSPEKTRUM

Druck von Formen und Kernen nach kundenspezifischen Vorgaben

Anforderungsspezifische Bearbeitung von Kernen und Formen durch gezielte Topologieoptimierung 

Schulungen

ANWENDUNGEN

Durchführung von projektspezifischen Versuchen

Topologieoptimierung von Formen oder Kernen

Versuche zur Ermittlung der Entkernbarkeit

Versuche zur Ermittlung der Emissionsbelastung bei Formstoffen

Ausstattung

  • Bindersystem                      Furanharz
  • Job-Box Volumen               800 x 500 x 400 mm
  • Minimale Schichthöhe        0,26 – 0,38 mm
  • Aufbauzeit pro Schicht      20 bis 30 Sekunden